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Meinung geigen: Sons of Anarchy, Staffel 6, Episode 1

Back to the roots – kommen wir wieder zu den wirklich wichtigen Themen dieser Welt. Was ich damit meine? Sons of Anarchy natürlich! Am 10.September lief die 6. Staffel meiner Lieblingsserie an. Schon im Vorfeld wurden die Fans informiert, dass es hier beim Auftakt um eine Episode von 90 Minuten handeln würde. Und ich kann euch sagen: In diesen 90 Minuten ist beinahe mehr passiert als in der letzten Staffel zusammen – und die war schon heftig. Jetzt, wo mein Kopf alles noch mal durch geht und wo ich mir über sämtliche Handlungsstränge Gedanken machen kann (auch wenn ich diesbezüglich noch vollkommen überdreht bin) wird mir klar, wie viel eigentlich für uns eingeläutet wurde und mit wie viel Scheiße wir in den nächsten Episoden rechnen dürfen. Wahrscheinlich wird die Episodenreview deswegen auch so lang! Im Folgenden werde ich ein wenig auf den Inhalt der Episode eingehen – also: – VORSICHT SPOILER – !

» Fangen wir mit dem positiven Aspekten an. Wie süß waren bitte die Sons mit Jax’ Söhnen? Allein Happy am Tisch zu sehen wie er da fröhlich vor sich hin lächelt und Abel bespaßt oder einen Tig der einen Thomas im Arm hält als wäre er sein eigen Fleisch und Blut lässt einen doch das Herz aufgehen, nicht wahr? Gut, Unser in seinem Wohnwagen würde ich jetzt nicht als Paradebeispiel eines Onkels sehen aber es freut mich sehr, dass diese paar Minuten das Gefühl eines zusammengehörigen Clubs wiedergegeben haben. Der Zusammenhalt der Jungs bröckelt an allen Ecken und Kanten aber dass sie so für die Kinder da sind gibt mir Hoffnung, dass der Grundgedanke noch nicht gestorben ist.

» Doch dann kamen die Schattenseiten dieser Episoden, die irgendwie von gleich zwei Vergewaltigungen geprägt waren. Wir hätten da zum einen Otto, der im Knast jetzt als Schlampe herhalten darf – schließlich kann er sich ohne Zunge nicht mehr beschweren! Man hat deutlich gesehen, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Ganz ehrlich? Nur Kurt Sutter kann es (und tut es sich auch selber an) diese Rolle zu spielen und sich dermaßen selbst zu ‚entwerten’. Warum Otto nicht einfach stirbt – was für ihn ja deutlich besser wäre – ist mir schleierhaft. Aber so ist Sutter eben. Er lässt uns eifrig zuschauen wie sich Leute kaputt machen. Ich bin überzeugt davon, dass Otto allerdings noch eine Aufgabe bzw. etwas in der Hinterhand hat. Auch wenn er nicht mehr sprechen kann.

Und dann haben wir Lyla, die auf einmal auftaucht und logischerweise als Witwe von Opie im Schutz der Sons steht. Auch sie wurde vergewaltigt und von irgendwelchen notgeilen Spinnern (die ich leider nicht sonderlich Ernst nehmen konnte, i’m sorry) zu einem Pornodreh gezwungen. Bin ich die einzige die ihre geschminkten Wunden ein wenig zu künstlich fand? Vor allem in der Nahansicht sah man doch ganz deutlich, dass Blut und blaue Flecken aufgepinselt waren. Wie dem auch sei – leider hatte Lyla auch die gute Ima im Gepäck. Dank geht ausnahmsweise mal an Gemma, die ihr erneut die Nase gebrochen hat. Miststück.

 » Kommen wir auch schon zum nächsten Thema: Gemma. Ich brauche bei ihr nicht viel sagen, aber ich kann sagen, dass sie mir tierisch auf den Keks geht. Ich habe dafür nicht einmal einen genauen Grund, aber ihre ganze Art geht mir mittlerweile mehr und mehr auf die Nerven. Bereits am Ende von Staffel 5 hatte ich einen gewissen Hass, weil sie Jax und seine Söhne einfach nicht in Ruhe lassen kann. Sie ist dermaßen Besitz ergreifend was ihre Enkel angeht, dass es schon an eine Psychose grenzt. Ich mag Nero – aber was er an der Frau findet ist mir schleierhaft!

» Ich hatte übrigens Mitleid mit Tara. Passiert selten, aber es ist passiert. Warum will sie allerdings nicht mit Jax sprechen und macht ihm das Leben zur Hölle? Ist mir unklar. Gut finde ich, dass sie sich im Knast zur Wehr setzt, obwohl ich glaube dass es ihren Stand dort nicht unbedingt besser machen wird. Sie war ja noch nie der Typ Mensch, der sich richtig durchsetzen konnte.

» Puh und noch sind wir nicht am Ende. Im Gegenteil. Wer sind in Staffel 6 genau unsere Gegner? Abzusehen war, dass wir mit dem Sheriff eine ernstzunehmende Person im Spiel haben. Obwohl ich von Anfang an wusste, dass irgendwas an dem Kerl faul ist (was auch einleuchtend war, wenn man sich die Waffensammlung auf seinem Bett angeguckt hat) hätte ich nie damit gerechnet ihn vollkommen zugedröhnt und vor allem nackt vor dem Spiegel rumhampeln zu sehen. Er ist gefährlich. Definitiv. Und auch mit dem Oberboss in Stockton ist nicht gut Kirschen essen. Hoffentlich töten sie ihn nicht so einfach, wie sie es bei Pope getan haben. Das würde die Ernsthaftigkeit der Bedrohung nehmen. Ich glaube, dass der Typ noch richtig gefährlich wird und dass die Sons keine Ahnung haben mit wem sie sich da eingelassen haben.

» Deswegen komme ich auch gleich mal auf Tig zu sprechen. Tiggy – ich dachte wirklich du würdest in dieser Episode keine Scheiße bauen.

Okay, ich konnte verstehen dass er ausgerastet ist als seine Tochter zur Sprache kam und ich habe ihm auch gegönnt diesem Ölauge den Gar aus zu machen aber glaubt er wirklich, dass die Leiche samt Käfig nicht gefunden wird? Und auf wen wird das ganze wieder zurückfallen? Richtig, Jax. Jax hatte die Anweisung die Ölaugen laufen zu lassen und nicht im ‚fremden Revier’ zu wildern. Tig steht durch den Tod von Opie sowieso hoch oben auf Jax’ Liste aber jetzt habe ich noch ein bisschen mehr Angst um ihn.

» Diese Review wird verdammt lang, aber das merkt ihr wahrscheinlich selbst, wenn ihr mit dem Lesen schon so weit gekommen seid. Eingehen möchte ich auch unbedingt auf Juice und Chibs. (Btw: Liebster Tommy Flanagan – ich konnte dich erneut die meiste Zeit kaum verstehen, aber ich hab dich trotzdem lieb!) Wieder einmal musste Theo Rossi leiden. Ich glaube ja wirklich dass er mittlerweile ein Profi darin geworden ist, weinerliche Gesichter zu machen und traurig aus der Wäsche zu gucken. Entgegen vieler Meinungen fand ich es ‚gut’, dass Chips ihm ein paar gedonnert hat. Warum? Da lag doch schon die ganze Zeit eine unausgesprochene Enttäuschung zwischen den beiden Brüdern. Das Vertrauen zu Juice war gebrochen, auch wenn er keine andere Wahl gehabt hat. Es war logisch und in gewissem Maße auch nachvollziehbar, dass jetzt ein Schlussstrich gezogen werden musste. Chibs hat seiner Wut freien Lauf gelassen aber dennoch liebt er Juice und das sah man vor allem in der Schlussszene.

» Wo wir gerade beim Thema Liebe sind. Ich habe michmal wieder tierisch darüber aufgeregt, dass Jax erneut fremdgeht. Sicherlich ist Tara im Knast und sicherlich hat er  momentan eines der schwersten Leben überhaupt aber… muss es schon wieder so eine Klischeeblondine sein? Was soll das? Und vor allem: Warum? Das sieht doch ein Blinder, dass die Frau irgendwas plant. Ich traue ihr nicht. Klar sind Männer in gewisser Hinsicht Triebgesteuert. Aber kann der Typ sein bestes Stück nicht einfach Mal hinter Schloss und Riegel lassen, wenn seine Frau mal eine gewisse Zeit nicht bei ihm ist und ihm die Nacht versüßt? Scheiße Jax, du bist mittlerweile verheiratet und hast zwei Kinder. Ich will Tara nicht in Schutz nehmen aber… kein Wunder, dass die Frau so verbittert ist, wenn du dich einfach immer irgendwo anders verlierst, mein Junge! 

» Was fehlt? Clay und Bobby. Letzteren hatte meiner Meinung nach keine große Rolle in dieser Episode und wirkte sogar etwas verloren. Es ist Fakt, dass er der einzige ist der noch an den Club an sich glaubt, aber er glaubt nicht mehr an die Jungs. Sie hätten ihn in der Auftaktepisode auch ganz weglassen können. Und was Clay angeht – es war mir sowas von klar, dass er mit dem Sheriff ins Bett steigt, sobald er sich selbst mal ein bisschen in Gefahr sieht. „Clay would do anything…“ Davon bin ich überzeugt. Und er wird es tun. Wenn es sein muss, wird er auch alle verraten.

Bilder: spoilertv.com

Zum Schluss möchte ich noch auf das Ende eingehen, dass mich im wahrsten Sinne des Wortes schockiert hat. Zwar konnte man ungefähr erahnen, dass etwas mit dem blonden Jungen passieren würde, doch dass Sutter gerade so etwas einbringt, hat mir die Sprache verschlagen. Ich finde es…erstaunlich, dass FX sowas durchgewunken hat. Ein Amoklauf in einer Schule ist ja in Amerika ein sehr heikles Thema. Ich kann mir vorstellen, dass es auch durchaus eine welle der Empörung ausgelöst hat. Und wie mein Freund schon nach der Episode sagte: „Und wieder fragt man sich, wie Sutter das alles am Ende lösen will!“ Ich bleibe bei meiner Theorie: Der Club wird fallen; oder Jax allein wird fallen aber ich glaube einfach nicht mehr an ein Happy End!

Wir sehen uns nächste Woche wieder – obwohl ich nicht weiß, ob man sich darauf freuen kann!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - September 12, 2013 in Serien

 

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Filmreview: Fast & Furious 6 (2013)

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Quelle: mediastinger.com

Wer sich bei ‚The Fast & the Furious‘ ein episches Kinoerlebnis erhofft, ist meiner Meinung nach fehl am Platz. Die Filmreihe ist sicherlich nicht die beste Reihe die jemals herausgebracht wurde und die Handlungen sind auch sicherlich nicht gerade realistisch, aber brauchen wir das immer? Was ist so verkehrt daran einen Abend lang mal den Kopf auszuschalten und sich einfach mal hinzugeben; schnelle Auto’s und gutaussehende Frauen und Männer zu beobachten, wie sie sich in Actionreichen Rennen schlagen und die dicken Macker raus hängen lassen; quasi mit Geld um sich werfen? Für die Frauen gibt es Vin Diesel oder Paul Walker und die Männer haben Jordana Brewster, Gal Gadot oder Michelle Rodriquez dabei. Nein, daran ist nichts verkehrt. Es geht nun einmal um schnelle Autos und die kriminelle ‚Vergangenheit‘ der Crew, die niemals komplett ruhen wird. That’s it!

Auch der 6. Teil strotzt nur so vor Testosteron. So sehen wir in den ersten Minute beispielsweise schon einen Dwayne ‚The Rock‘ Johnson, wie er einen Verdächtigen durch den Raum schmeißt und diesen mit ihm komplett verwüstet. Das übliche halt; daran sollte man sich gewöhnt haben. Und auch sonst müssten alle Männerherzen bei dem Anblick der Karren und der freizügigen Weiblichkeit höher schlagen. Mir macht es Spaß, allein den Sound der Maschinen zu hören und mal einfach eine Runde abzuhängen.

Ich muss ganz ehrlich gestehen: Mittlerweile ist Fast & Furious nicht mehr nur ein Film für Zwischendurch; gänzlich ohne Sinn und Verstand. Die Handlung wurde eindeutig ins Positive verändert. Nehmen wir allein einmal die Geschichte zwischen Dom und Letty – die ganz by the way zu einem meiner Lieblingspärchen aus Film & Fernsehen geworden sind. Vin & Michelle haben meiner Meinung nach eine sehr gute Chemie. Sie passen zueinander – äußerlich sowie charakterlich. Ich war zu Tode betrübt, als Letty anscheinend gestorben war. Wie konnten sie nur? Wahrscheinlich war die Reaktion der Fangemeinde auch der Grund, warum sie zurückgeholt wurde.

Allgemein ist das Zusammenleben der Crew entspannend und witzig zugleich. Permanent fliegen einem die lockeren Sprüche um die Ohren – dennoch kommt dabei keine Langeweile auf, auch wenn einige Stellen im Film sehr gezwungen wirken. Selbst bei einer wilden Verfolgungsjagd über den Highway, bei dem sich die Crew einem Panzer – und ja ich meine wirklich einen Panzer – stellen müssen, bleibt die lockere Art nicht aus. Ja ich weiß, diese Art von Action ist nicht ungewöhnlich und sicherlich auch nicht sonderlich individuell, aber es erfrischt einen und läd dazu ein ungezwungen mitzufiebern. 

Einzig allein das Ende, hat mich richtig feiern lassen. Da ich jetzt aber nichts verraten möchte, außer dass wir es hier mit einer wahren Größe des Actiongenres zu tun haben, schaut es doch bitte selber. Für einen netten Filmabend mit reichlich Fratzengeballer und Actionrennen derbster getunter Auto’s reicht es allemal! YO!

 

70% gibt es hierfür von mir. Warum genau? Weil er mich unterhalten und in gewisser Weise auch amüsiert hat. Es wird immer so bleiben, dass einige die Reihe hassen – doch viele lieben sie. Ich gehöre dazu und ich schäme mich nicht!

 
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Verfasst von - Juni 22, 2013 in Filme

 

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Hörbuchvorstellung: Richard Laymon – Der Keller (Beast House Chronicles 1)

– VORSICHT – Dieses Hörbuch ist ab 18 Jahre!

Autor: Richard Laymon

Spieldauer: 06 Std. 48Minuten

Dt. Sprecher: Uve Teschner

Kostet laut audible.de (ohne Abo) 20,95 €

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Kein Spiel, kein Film, keine Serie. Nein, heute berichte ich euch schnell zwischendurch über ein Hörbuch. Wenn es nach mir ginge, dann ist es eines der besten Hörbucher, die ich seit langem gehört habe. Gefunden haben wir es per Zufall auf Youtube – lieben gelernt haben wir es dann, als wir es komplett über audible hören konnten. In diesem Zuge kann ich euch nur das Flexi-Abo von aufdible empfehlen! Doch worum geht es bei den Beast House Chronicles? Die Saga wurde in 4 Teile gesplittet, und in Teil 1 hat alles seinen Anfang.

Das unscheinbare Haus in der Nähe von San Francisco wird von allen nur „das Horrorhaus“ genannt. Denn vor langer Zeit hat es hier eine ungeklärte Mordserie gegeben. Inzwischen ist es eine Touristenattraktion, die täglich zahllose Neugierige anzieht. Nach 16:00 Uhr gibt es keine Führungen mehr, denn einige glauben an eine wilde Bestie die dort im Keller lebt. Einige glauben nicht an die Existenz eines übernatürlichen Wesens und halten das „Horrorhaus“ für einen Schwindel, den es aufzudecken gilt. Doch dann gibt es einen neuen Mord. Und noch einen…

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Quelle: popscreen.com

Dieses Hörbuch hat mich absolut begeistert. Richard Laymon’s Stil zu beschreiben ist beinahe unmöglich. Man muss es hören und man muss es mögen. In dem ersten Teil gibt es zwei unterschiedliche Handlungen, die am Ende zusammen geführt werden. Die Atmosphäre wirkt gruselig – aber auch ein wenig krank und skuril. Außerdem ist dieses Hörbuch nichts für schwache Nerven. Ein Handlungsstrang beschreibt beispielsweise den Weg eines waschechten Psychopathen, der vor Vergwaltigung und Kindesmisshandlung nicht zurück schreckt (deswegen auch der ausdrückliche Hinweis, dass dieses Hörbuch erst ab 18 Jahren geeignet ist) und über Leichen geht um seine (Ex)Frau wieder zu finden.  Jeder vorgestellte Charakter versucht am Ende hinter das Geheimnis des Kellers zu kommen.

Laymon schreckt dabei vor Brutalität nicht zurück und wer keine ‚Angst‘ vor derartiger Gewalt hat, sollte es sich auf jeden Fall anhören. Eure Ekelhemmschwelle sollte groß sein, liebe Leute!

Uve Teschner’s Stimme ist angenehm und ich höre ihn gerne – und das obwohl er Männer sowie Frauen (und auch Kinder) sprechen muss. Es kommt keine Langeweile auf und man will einfach unbedingt wissen wie es weitergeht. Ein wenig musste ich den Stil schon mit American Horror Story vergleichen. Es gab einige Momente, wo ich nicht weiter hören wollte – jedoch kann man einfach nicht widerstehen auch wenn die Beschreibung des Biests allein einem schon Schauer über den Rücken jagen kann. Die Story reißt einen mit und ich kann es kaum abwarten, Teil 2 fertig gehört zu haben.

 
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Verfasst von - März 22, 2013 in Hörbuch

 

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American Horror Story:Asylum

Viele die mich kennen haben bereits mitbekommen, dass ich mich schon seit Tagen über die neue Staffel von American Horror Story aufrege (und damit bin ich auch ganz bestimmt nicht allein). Ich habe mich wirklich tierisch auf die zweite Staffel gefreut doch jetzt wo ich die ersten 4 Episoden der neuen zweiten Staffel gesehen habe frage ich mich, auf was ich mich da bitte gefreut habe?! Ich bin wirklich vieles gewohnt und auch gruselige Filme haben es mir schon immer angetan. Ich war eine Person, die nie vor Splatter oder Gore zurückgeschreckt hat, solange auch noch eine gewisse Plotline – der sogenannte „Rote Faden“ – vorhanden war. In Staffel 1 war dieser auch da. Die Schauspieler waren grandios und es hat einen einfach mitgezogen. Die Atmosphäre hat gestimmt und alles war im Rahmen. Doch was haben sie daraus gemacht? Ich hatte kein Problem damit einige alte Schauspieler jetzt in neuen Rollen zu sehen oder damit, dass die Storyline eine komplett andere ist. Aber ich habe ein Problem mit der Absurdität und dem grotesken Bild, dass sich mir erschlossen hat. Diese Staffel hat nichts mehr mit Ästhetik zu tun – sie ist einfach nur noch darauf aus, uns bis ins Mark zu erschüttern. Und dabei wird auch nicht darauf geachtet, dass man eventuell einen „nachvollziehbaren“ Horroreffekt einbaut. Nein, es wird uns einfach ALLES vorgeworfen, was die gute alte Horror – und Gruselkramkiste so hergibt.

Quelle: dvd-forum.at

– VORSICHT…SPOILER!! –

Da gibt es beispielsweise Aliens, verstümmelte & widerliche Waldmenschen a la Wrong Turn die sich an Menschenfleisch zu schaffen machen, wahnsinnig gruselige Insassen (ich frage mich immernoch wo sie die Statisten hernehmen) die entweder vollkommen geisteskrank ihre Köpfe gegen Wände donnern und unter Masturbationszwang leiden, Geister, Dämonen, ein missbrauchtes Mädchen das zum Killer wurde und zerhackte Körperteile im Wandschrank versteckte und seit neuestem auch Anne Frank mit Nazidoktor im Schlepptau. Ja, ihr habt richtig gehört. Anne Frank hat überlebt und erkennt den Doktor in der Anstalt wieder. Zuvor hatte man von genau diesem gesehen, wie er auf wehrlose Frauen – vorzugsweise im Nonnenkostüm – steht und diese wohl auch desöfteren missbraucht. Davon tauchten natürlich auch noch Bilder auf. Bin ich die einzige, die dabei einfach nur noch „WTF?!!“ denkt? Man kommt einfach irgendwie nicht mit und fragt sich permanent selbst, was jetzt passiert und warum man überhaupt noch weiter schaut. Will ich persönlich noch weiter schauen? Spätestens seitdem der Nazidokter sich dazu entschieden hat einer Insassin die Beine abzuhacken und seltsame Experimente mit eben dieser durchzuführen, war für mich der Geduldsfaden gerissen. Selbst Hostel war angenehmer zu schauen! Ich meine…was soll das? Will man die Menschen kreidebleich vor dem Bildschirm sehen, dann braucht man derartige Schockszenen nicht. Man muss es nur geschickt anstellen.

Ich persönlich fühle mich überfordert was die zweite Staffel angeht. Es gibt nur noch eines: Ekel und Abscheu. Doch ich habe mir das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen..irgendwie will man ja auch wissen wie es weiter geht. Und es gibt ja auch ein oder zwei gute Aspekte. Ich finde zum Beispiel die Wandlung der scheuen und liebreizenden Schwester Mary Eunice in den besessenen Dämonen gut gelungen. Sie war die richtige Person dafür. Auch von Kit bin ich begeistert, auch wenn mich erst aufgeregt hat, dass er wohl von Aliens entführt wurde. Es tut aber gut Evan Peters einmal „erwachsener“ zu sehen. Ich will unbedingt wissen, ob der Doktor enttarnt wird und was mit ihm geschieht; wer genau an ihm Rache nimmt. Jaja…da sieht man mal wieder was das Fernsehen aus einem macht. Man sollte abschalten – doch man kann nicht wegschauen. Wundert euch also nicht, wenn ich mich über die nächsten Episoden aufrege. Das werde ich sicherlich tun. Auch wenn ich selber Schuld bin!

 
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Verfasst von - November 12, 2012 in Serien

 

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