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[TAG] Bücher

Den schönen Tag fand ich bei der süßen Nina Stern, von http://www.sternchenwelt.de und ich konnte es mir nicht nehmen lassen, den Tag mitzunehmen. Viel Spaß dabei.

1.) Wie beginnst du ein neues Buch? Liest du zuerst den Klappentext, Infos über den Autor/ die Autorin, die letzte Seite oder die erste?

Normalerweise weiß ich, worum es in dem Buch geht, weil ich mich schon vor dem Kauf informiert habe. Ich schau mir vorher noch mal genau das Cover an und dann geht es auch schon los. Info’s über den Auto/die Autorin lese ich mir grundsätzlich erst danach durch.

2.) Was tust du, nachdem du die letzten Worte gelesen hast?

Ich lege es beiseite und lass mir durch den Kopf gehen, was so alles in dem Buch passiert ist. Und dann entscheide ich ob es gut war oder nicht.

3.) DAS Buch deiner Kindheit?

Definiere Kindheit. Lassen wir die Kinderbücher (Dschungelbuch & Co.) mal außen vor, dann ist es definitiv ‚Boston Jane’ (von Jennifer L. Holm). Ich habe das Buch damals so sehr geliebt, dass ich damit sogar an einem Vorlesewettbewerb teilgenommen und den zweiten Platz belegt habe.

4.) DAS Buch deiner Jugend?

Mit Harry Potter hat alles angefangen aber richtig verfallen war ich „Der Gilde der Schwarzen Magier“ (von Trudi Canavan). Ja, ich würde sagen dass es definitiv diese Buchreihe war, die meine Jugend ‚geprägt’ hat.

5.) Das Angebot: 1.000 € für alle deine Bücher – ja oder nein?

Nein 😉

6.) Von welchem Genre besitzt du am meisten Bücher?

Eindeutig Fantasy – speziell Vampire. Ich liebe dieses Genre und es gibt so viele Bücher, dass man immer wieder welche nachkauft. Automatisch. Man kann sich gar nicht wehren!

7.) Wenn dir die ersten 100 Seiten eines Buches gar nicht gefallen, liest du es dennoch weiter?

Gute Frage. Eigentlich nicht. Das kommt aber auch drauf an, wie viele Seiten das Buch allgemein hat! Wenn wir hier von 600 Seiten sprechen, dann lese ich definitiv 300 Seiten davon. Wenn bis zur Hälfte des Buches noch keine Besserung in Sicht ist, dann wird es beiseite gelegt.

8.) Mit welchem Buchcharakter würdest du gern mal einen Kaffee/Tee/Wein trinken gehen und warum?

Tegan aus der Midnight Breed Reihe. Nuff said! 😉

9.) Hörst du Musik beim Lesen oder brauchst du Stille?

Stille. Ein offenes Fenster und der normale Alltagslärm sind okay, aber alles andere bringt mich durcheinander.

10.) Welches Buch sollte man deiner Meinung nach mal in der Schule durchgenommen haben?

Für einige jüngere Leute wäre der Duden sicherlich nicht schlecht gewesen! 😉

11.) Wenn du Bücher verschenkst, sind es dann solche, die du selbst gelesen und gemocht hast?

Meine eigenen Bücher aus meinem Regal verschenke ich grundsätzlich nicht weiter, weil das nur Bücher sind die ich selbst mag und die ich im Großen und Ganzen weiterempfehlen kann. Alle anderen werden verkauft.

12.) Nach welchen Kriterien nimmst du in der Buchhandlung Bücher aus dem Regal?

Zuerst stehe ich vor dem Regal des jeweiligen Genre’s. Für mich ist ein Titel erstmal entscheidend, dann kommt das Cover dran. Wenn alles stimmig ist lese ich den Klappentext und dann…guck ich auf den Preis.

13.) Sind deine Bücher sortiert? Wenn ja, wonach?

Nein, lediglich die Buchreihen stehen zusammen. Alles andere ist wirr durcheinander. Ich weiß allerdings genau wo ich welches Buch finde.

14.) Wie viele ungelesene Bücher stapeln sich bei dir?

Oh ha. Ich glaube das müssten bis jetzt so an die 4 sein. Das sind nicht viele, weil ich dieses Jahr (zu meiner Schande) nicht so viele gelesen habe wie sonst.

15.) Welches Buch hast Du am häufigsten gelesen?

Midnight Breed, Band 3. Warum? Jeder der die Story kennt weiß Bescheid!

16.) Stört es dich, wenn dir jemand von einem Buch, dass du noch nicht zu Ende gelesen hast, eine dramatische Wendung verrät?

Das ist wie bei Serien oder Filmen. Ich HASSE es gespoilert zu werden. Ich lasse mich gerne überraschen und werde rasend, wenn jemand gegen dieses Gebot verstößt!

 
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Verfasst von - August 14, 2013 in TAG

 

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Buchrezension: Bighead (Edward Lee)

Ich habe lange überlegt, ob ich die Rezension zu diesem Buch überhaupt veröffentlichen und vor allem wie ich das ganze beschreiben soll, ohne dass mich die Leute im näheren Umfeld angucken, als sei ich geistesgestört. Das Ergebnis, lest ihr jetzt. Und im Vorfeld kann ich sagen: Vergesst was ich über ‚Flesh Gothic’ geschrieben habe. Die Beschreibung ‚kranke Scheiße’ hat Bighead eindeutig mehr verdient.

9783865521613

 Inhaltsbeschreibung | Klappentext:

 Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine  in der Hütte irgendwo im tiefen Wald von Virginia. Als das letzte  Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die »Welt da  draußen«, von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat … 

 Wer oder was ist der Bighead? Wieso hat er einen Kopf so groß  wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er  auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur  aus Blut und Grauen. 

 THE BIGHEAD gilt als das »most disturbing book«, das jemals  veröffentlicht wurde. Mancher Schriftsteller wäre über solch eine  Einordnung todunglücklich, doch nicht Edward Lee – er ist stolz  darauf.

Wo soll ich nur anfangen? Das Buch hat einen strengen Faden, den es auch weitestgehend verfolgt; nämlich uns zu schocken. Wir werden mit krankhaften Perversionen jeglicher Art nahezu erschlagen und vor uns tun sich Abgründe der Menschlichkeit auf, an die wir eigentlich nicht haben denken wollen. Nie. Ich habe das Buch ganz durchgelesen, auch wenn es stellenweise echt hart war und ich kämpfen musste. Ich bin abgebrüht – das gebe ich offen und ehrlich zu – aber irgendwann hört es auch bei mir auf. Kontinuierlich wurde versucht, den Ekel und die Boshaftigkeit dieser Materie zu steigern. In meinen Augen ist es aber missglückt. Nicht, weil es nicht eklig war sondern weil es einfach übertrieben wurde und ich als Leser den Eindruck bekam, man wolle einfach alles Vorhandene der menschlichen Grausamkeit in ein Buch quetschen. Eigentlich ist auch genau dies geschehen, denn ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass irgendwas ausgelassen wurde.

Bighead’ ist zu einem großen Teil nahezu sinnfrei und für mich waren einfach keine großartigen Spannungsbögen dabei, denn man wusste schlicht und ergreifend immer wie es weiter geht. Die Abfolge war einfach immer die gleiche; zumindestens bei den ‚Bösen’. Man sucht ein Opfer, man findet ein Opfer, man erniedrigt das Opfer und am Ende stirbt das Opfer auf bestialische Art und Weise.

Für mich bewegt sich dieses Buch durch immer wiederkehrende Erwähnungen von „Schwanz, Nippel, Pimmelrotze und Hirn knacken“ (um nur ein paar Beispiele zu nennen) in der literarischen Unterkategorie. Wer tiefgründige Literatur sucht, sollte das Buch hier ganz weit wegschmeißen. Einzig und allein die Einbringung des hinterwäldlerischen Dialektes, der am Anfang gar nicht so einfach zu lesen ist aber dennoch einen Wiedererkennungswert hat, gibt ein wenig Atmosphäre und man fühlt sich gleich wie bei der neuen (und eindeutig härteren) Auskopplung von ‚Wrong Turn’.

Kommen wir zu den Charakteren. Wir haben das Monster, wir haben die beiden grundverschiedenen Mädels die sich (natürlich!) mit Sexproblemen herum ärgern, wir haben die ältere und einsame Dame mit dem gehüteten Geheimnis, wir haben einen Priester und wir haben zwei zurückgebliebene, grausame Hinterwäldler. Und da sind wir auch schon bei dem Punkt, der mich am meisten aufgeregt hat. Was haben diese beiden Trottel für einen Sinn in diesem Buch? Richtig. Gar keinen. Sie sind nur dazu da um Opfer zu erniedrigen und abzuschlachten. Und das einfach immer wieder und es wird nach dem gefühlt 1000’sten Mal einfach langweilig und sie gehen einem regelrecht auf die Nerven!

Ein Lichtblick war dabei der Priester, der gegen sämtliche Normen der christlichen/katholischen Kirche verstößt und uns ein Lächeln auf die Lippen zaubert, weil er flucht und trinkt und raucht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Herrlich erfrischend – auch wenn sich die Kirche darüber sicherlich aufregt. [Allerdings glaube ich kaum, dass der Papst dieses Buch jemals in die Finger bekommen wird]

Was mich richtig geärgert hat war allerdings das Ende. Ich werde es jetzt nicht verraten, aber ich habe ziemlich verwirrt auf der Couch gesessen, als ich durch war. ‚Was zur Hölle?’ trifft es da wohl am besten – aber nicht im positiven Sinne. Gen Ende hin wird einfach noch mal alles in den Topf geschmissen und wir wissen irgendwann nicht mehr wo wir stehen.

Ich schließe diese Rezi mit folgenden Worten von der guten Cerid ab, indem ich sage: „Der Typ scheißt sich in die Hand, schmiert es an die Wand und nennt es Kunst!“ In diesem Buch ist das tatsächlich der Fall (und Lee würde es auch sicherlich als Kompliment aufnehmen). 30 % für das Buch von mir. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

 
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Verfasst von - Juli 30, 2013 in Bücher

 

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Buchrezension: Irre Seelen (Graham Masterton)

Ich bin momentan im absoluten Lesewahn, was Horror – und Thrillerromane angeht. Ich glaube so viele Bücher dieses Genres habe ich selten in so kurzer Zeit gelesen. Ich bedanke mich im Vorfeld schon mal beim Sebastian vom Review-Corner, der mich auf das nächste Exemplar aufmerksam gemacht hat.

Irre Seelen GM   Inhaltsbeschreibung | Klappentext:

Die alte aufgegebene Irrenanstalt im Wald ist nicht verlassen. Oh nein. In den Wänden wimmelt es vor … vor Wahnsinn?

Jack Reed stößt im Wald von Wisconsin auf ein verlassenes Gebäude, das einst eine bekannte Heilanstalt war. Vor fast 60 Jahren wurde sie aus düsteren Gründen aufgegeben.

Jack will das alte Haus sanieren, um dort ein Ferienhotel zu eröffnen. Doch es beherbergt gefährliche Geheimnisse: 135 geisteskranke Patienten verschwanden mithilfe von Druiden-Magie »in die Wände« – und dort leben sie noch immer.

Nun hält sie nichts mehr auf … Angeführt von dem bösartigen Quintus kidnappen sie Jacks kleinen Sohn und fordern die Rückkehr des Priesters, der sie damals einfing …

Eine Irrenanstalt in der es spukt? Ich bin dabei! Auch wenn dieser Ort als Schauplatz des Abscheulichen sicherlich kein Neugewinn ist, so finde ich die Atmosphäre am besten. Ich meine – wer findet eine verlassene Irrenanstalt nicht gruselig? Also habe ich es mir gemütlich gemacht und los ging die wilde Fahrt.

Sehr gut fand ich, dass das Haus bereits am Anfang so detailliert beschrieben wurde. Zwischendurch habe ich mich gefühlt, als sei ich zusammen mit Jack anwesend. Und immer wenn er das Gefühl hatte nicht allein zu sein, bekam auch mich ein ungutes Gefühl. Der Leser ist voll und ganz drin – darauf könnt ihr wetten! Graham Masterton trumpft nicht mit Gore und übertriebenen Gewaltszenen auf, nein er spielt mit der menschlichen Psyche und der alltäglichen Angst des Unbekannten wie beispielweise der Dunkelheit oder den merkwürdigen Geräuschen, die einen verfolgen. Immer wieder ertappt man sich dabei, dass man sich ebenfalls gruselt, obwohl die Geschichte doch nur reine Fiktion ist. Und dabei ist alles so gut beschrieben, dass wir vor unserem inneren Auge alles klar sehen können. Auch hier will man einfach wissen wie es weiter geht. Masterton setzt gezielte Momente ein, bei denen wir mitfiebern. Und ja, wir haben tatsächlich auch ein paar actionreiche Szenen dabei. Und immer wieder hofft man selbst, dass die Protagonisten es schaffen. Man kann gar nicht anders.

Allerdings muss ich sagen, dass mich die Charaktere nicht sonderlich vom Hocker gerissen haben. Graham Masterton hat die typischen 0-8-15 Charaktere eingebracht, die auch im jedem Mainstream Horrorfilm zu sehen sind. Das kann ein Nachteil sowie ein Vorteil sein, ja. In meinen Augen hätte ich mir ein paar aufwendigere Personen ausgedacht. ABER man darf auch nicht vergessen, dass das Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Jack Reed war für mich an sich noch am greifbarsten, weil ich ihm seine Verzweiflung abgekauft habe und weil seine Handlungen nachvollziehbar waren. Aber was war das da bitte für eine „Romanze“? Erst sollen Karen (der Name, den ich momentan öfters zu lesen bekomme) und er nur Freunde sein und dann nennen sie sich plötzlich ‚Schatz’? Der Sprung war irgendwie verwirrend und hat mir nicht wirklich gepasst. Und auch Maggie – die übervorsichtige Mutter/Feministin war Klischee pur und für mich nicht wirklich verständlich. Aber lest selbst.

Mir hat es trotzdem Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich fand das Ende gelungen, worauf es ja auch letztendlich ankommt. Ich habe mitgefiebert bis zu letzten Seite, weswegen das Buch 70% von mir bekommt. Lesenswert ist es auf alle Fälle!

 
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Verfasst von - Juli 23, 2013 in Bücher

 

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MEDIA MONDAY # 108

Kurz und knapp – für alles andere ist es zu warm. Danke dafür 😉

1. Warum eigentlich Sommer-Blockbuster? Macht das Sinn, zur wärmsten Zeit des Jahres krawallige Kracher rauszuhauen? Warum sollte es keinen Sinn machen? Ich schaue Filme gerne – ganz egal welches Wetter wir haben. Und im Sommer ist man motiviert und man nimmt sich beispielsweise Abend gern die Zeit etwas zu unternehmen. Beispielsweise ein Kinobesuch. 

2. Statt mit Filmen könnte man sich ja schließlich viel eher mal mit Büchern beschäftigen. Die kann man nämlich überall mit hinnehmen. Und ein Buch auf einer Wiese oder der eigenen Terrasse zu lesen während man seine Beine bräunt, ist Entspannung pur.

3. Dem Hobby ganz abtrünnig werden geht aber auch nicht. Eure beste Sommer-Sonne-Gute-Laune-Filmempfehlung? Ich habe keine bestimmte Empfehlung, schaue aber gerne Filme bei denen ich nicht allzu sehr nachdenken muss. Dafür ist es nämlich zu warm! 😉

4. Und natürlich dürfen auch die neuesten Folgen der Serie „Vikings“ nicht vernachlässigt werden, denn damit sind wir vor Kurzem angefangen und die Serie macht, wie erwartet, süchtig.

5. Der schönste Blog-Artikel der letzten Woche indes, den jeder gelesen haben sollte, war so schön, dass ihn jeder lesen sollte! 😉

 
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Verfasst von - Juli 22, 2013 in TAG

 

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Video

Promovorschau: Sons of Anarchy (Staffel 6)

 

Hmmm, Sutter mag es mit unseren Gedanken zu spielen. Hmmm ich hasse ihn dafür! Die Promo für die neue Staffel hätte er sich wirklich sparen können, denn jetzt bin ich noch nervöser als sowieso schon!

Zumindestens hält er, was er verspricht denn Staffel 6 soll schlimmer werden als alles was wir bis jetzt gesehen haben. Die Promo ist brutal wenn man sie sich genau anguckt. Besonders Jax scheint seine Kontrolle nun gänzlich verloren zu haben – wird er doch gerade von Clay zurückgehalten. CLAY! Und dabei dachte man, er wäre aus dem Spiel raus. Falsch gedacht. Wahrscheinlich ist sogar Clay der einzige, der Jax in Staffel 6 wieder auf die rechte Bahn bringen kann. Das letzte Ass im Ärmel sozusagen. Doch wie wird Sutter das anstellen, nach allem was passiert ist? Wir werden sehen. Aber wen gehen die da eigentlich an? Wer könnte die Gruppe so dermaßen in Rage bringen? Pope ist doch tot?!

Vielleicht sollte man die Promo nicht in ihren Einzelteilen analysieren aber ich kann nicht anders. Meine Gedanken drehen sich um jeden einzelnen Charakter; spinnen sich die seltsamsten Sachen zusammen und das obwohl diese Promo einfach nur ein kleiner Teaser ist und uns vermutlich wahnsinnig machen soll! Hmpf. Haben wir bald September?

 

 

 
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Verfasst von - Juli 11, 2013 in Serien

 

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Buchrezension: Flesh Gothic (Edward Lee)

fleshgothic

Mittlerweile ist ja schon bekannt, dass Autoren wie Richard Laymon oder in diesem Fall auch Edward Lee, ihre Geschichte gerne Mal auf die sexuelle Basis beschränken und es zu ordentlichem Gemetzel kommt. So ist es auch bei ‚Flesh Gothic’. Ich bin ehrlich wenn ich sage, dass dies das erste Buch ist, das ich von Edward Lee gelesen habe – aber ich habe schon viel von ihm gehört. Wem solche Themen nicht gefallen, sollte diesen Blogpost nicht lesen und wieder ins quietschvergnügte, bunte Bällebad des Lebens zurückkehren.

Um das Buch am besten zu beschreiben, benutze ich am besten zwei Worte: Kranke Scheiße! Ich habe ja schon viel gelesen und bin auch nicht pingelig bei Thema wie Sex oder Gewalt in Büchern, aber dieses Buch hat mich echt an den Rand des Möglichen geführt. Auf der Rückseite des Buches stand geschrieben: „Himmel, woher hat Lee solche Ideen?“ und das habe ich mich zwischendurch immer wieder gefragt. Der Handlungsort und die verschiedenen Charaktere sind sicherlich keine Neuheiten in diesem Genre – nehmen wir allein mal das Horrorhaus, den Dämonologen mit technischem Spezialgerät oder die paranormale Wissenschaftssexbombe. Nein, das alles ist nichts Neues, aber die Umsetzung dieser brutalen Geschichte gleicht wirklich einer ‚literarischen Körperverletzung’ wie Laymon es selbst gesagt hat.

Wer jetzt aber denkt, dass wir rasant ins Geschehen geworfen werden, der liegt gründlich falsch. Bevor das Buch richtig an Fahrt aufnimmt, wird uns jeder einzelne Charakter ausgiebig vorgestellt und wir erhalten einen Einblick darin, wie die einzelnen Protagonisten ticken. Das kann ein Vorteil sowie ein Nachteil sein. Einige mögen es nicht, wenn ein Vorstellungsprozess zu lange dauert. Mich hat dieser Prozess allerdings keineswegs gelangweilt, weswegen ich diesen auch nicht kritisieren kann.

Im zweiten Abschnitt des Buches, geht es dann richtig los. Die paranormalen Ermittler befinden sich im Horrorhaus und machen sich auch ans Werk. Und bereits jetzt werden wir mit allerhand Abartigem und Perversionen jeglicher Art nahezu beworfen. Ich konnte einfach nicht anders: Ich musste weiterlesen. Denn entgegen vieler Meinungen ist es nicht nur verstörend und ekelig. Nein, Lee beweist ein grandioses Themenwissen zur Dämonologie und Mythologie und bringt dies auch regelmäßig mit ein. Hier steht nichts was sich einfach aus den Fingern gesogen wurde. Die Hintergründe und Erklärungen haben Hand und Fuß. Wir befinden uns inmitten eines großen (soziopathischen) Rätsels, das nun vom Team gelöst werden muss und wir ertappen uns dabei, wie wir innerlich selbst zum Ermittler werden. Dabei stoßen wir auf Probleme und überraschende Wendungen – und auf ein grandioses Finale.

Obwohl ich skeptisch war – und ich auch lange Zeit überlegt habe, ob ich es mir überhaupt zulegen soll – bin ich positiv überrascht. Dieses Buch ist nicht nur was für Leute mit ‚kranken Köpfchen’ sondern auch für jene, die kein Problem mit derben inhaltlichen und detaillierten Beschreibungen haben und bei einem Buch gerne mitraten. Oh ja das könnt ihr. Und ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Insgesamt bekommt das Buch von mir 85%. Ein paar Seiten weniger hätten es zu Anfang sicherlich auch getan aber dennoch ist es ein solider Faden, der nicht einfach nur so aus der Luft gerissen wurde. Lee hat sich mit dem Thema beschäftigt und zeigt eine Menge Fachwissen, auch wenn die Ausdrucksweise für manche gewöhnungsbedürftig ist. Aber was haben wir denn sonst erwartet? In der Hölle reiten wir nun mal nicht mit einem Einhorn über Regenbögen!

 

 
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Verfasst von - Juni 30, 2013 in Bücher

 

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Trailervorschau: Conjuring – Die Heimsuchung (2013)

In dem Film „The Conjuring“, wird anscheinend die wahre Geschichte der Familie Perron aufgearbeitet. Diese Familie zog damals in ihr vermeintliches Traumhaus ein und erlebte den Alptraum auf Erden. Nun erzählen Sie ihre Geschichte. Die Frage die sich mir – und sicherlich auch vielen anderen stellt – handelt es sich bei der Familie wirklich um reale Personen oder sind es auch ’nur‘ Schauspieler? Wir haben ja schon desöfteren ‚based on a true story‘ Filme gesehen und wurden meist danach aufgeklärt, dass es doch nur alles erfunden war.

Nichts desto trotz, sieht der Trailer vielversprechend aus. Zwar kennen wir die ein oder andere Geisterattacke schon aus anderen Genrefilmen, ich bin jedoch gespannt wie die Erzählung umgesetzt wird und wie sich die Erzählenden verhalten. Daran werden wir sicherlich erkennen, ob es sich um die echten Perron’s handelt!

Vemeintlicher Start im deutschen Kino: 1. August.

 
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Verfasst von - Juni 28, 2013 in Filme

 

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