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Meinung geigen: Sons of Anarchy, Staffel 6, Episode 1

12 Sep

Back to the roots – kommen wir wieder zu den wirklich wichtigen Themen dieser Welt. Was ich damit meine? Sons of Anarchy natürlich! Am 10.September lief die 6. Staffel meiner Lieblingsserie an. Schon im Vorfeld wurden die Fans informiert, dass es hier beim Auftakt um eine Episode von 90 Minuten handeln würde. Und ich kann euch sagen: In diesen 90 Minuten ist beinahe mehr passiert als in der letzten Staffel zusammen – und die war schon heftig. Jetzt, wo mein Kopf alles noch mal durch geht und wo ich mir über sämtliche Handlungsstränge Gedanken machen kann (auch wenn ich diesbezüglich noch vollkommen überdreht bin) wird mir klar, wie viel eigentlich für uns eingeläutet wurde und mit wie viel Scheiße wir in den nächsten Episoden rechnen dürfen. Wahrscheinlich wird die Episodenreview deswegen auch so lang! Im Folgenden werde ich ein wenig auf den Inhalt der Episode eingehen – also: – VORSICHT SPOILER – !

» Fangen wir mit dem positiven Aspekten an. Wie süß waren bitte die Sons mit Jax’ Söhnen? Allein Happy am Tisch zu sehen wie er da fröhlich vor sich hin lächelt und Abel bespaßt oder einen Tig der einen Thomas im Arm hält als wäre er sein eigen Fleisch und Blut lässt einen doch das Herz aufgehen, nicht wahr? Gut, Unser in seinem Wohnwagen würde ich jetzt nicht als Paradebeispiel eines Onkels sehen aber es freut mich sehr, dass diese paar Minuten das Gefühl eines zusammengehörigen Clubs wiedergegeben haben. Der Zusammenhalt der Jungs bröckelt an allen Ecken und Kanten aber dass sie so für die Kinder da sind gibt mir Hoffnung, dass der Grundgedanke noch nicht gestorben ist.

» Doch dann kamen die Schattenseiten dieser Episoden, die irgendwie von gleich zwei Vergewaltigungen geprägt waren. Wir hätten da zum einen Otto, der im Knast jetzt als Schlampe herhalten darf – schließlich kann er sich ohne Zunge nicht mehr beschweren! Man hat deutlich gesehen, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Ganz ehrlich? Nur Kurt Sutter kann es (und tut es sich auch selber an) diese Rolle zu spielen und sich dermaßen selbst zu ‚entwerten’. Warum Otto nicht einfach stirbt – was für ihn ja deutlich besser wäre – ist mir schleierhaft. Aber so ist Sutter eben. Er lässt uns eifrig zuschauen wie sich Leute kaputt machen. Ich bin überzeugt davon, dass Otto allerdings noch eine Aufgabe bzw. etwas in der Hinterhand hat. Auch wenn er nicht mehr sprechen kann.

Und dann haben wir Lyla, die auf einmal auftaucht und logischerweise als Witwe von Opie im Schutz der Sons steht. Auch sie wurde vergewaltigt und von irgendwelchen notgeilen Spinnern (die ich leider nicht sonderlich Ernst nehmen konnte, i’m sorry) zu einem Pornodreh gezwungen. Bin ich die einzige die ihre geschminkten Wunden ein wenig zu künstlich fand? Vor allem in der Nahansicht sah man doch ganz deutlich, dass Blut und blaue Flecken aufgepinselt waren. Wie dem auch sei – leider hatte Lyla auch die gute Ima im Gepäck. Dank geht ausnahmsweise mal an Gemma, die ihr erneut die Nase gebrochen hat. Miststück.

 » Kommen wir auch schon zum nächsten Thema: Gemma. Ich brauche bei ihr nicht viel sagen, aber ich kann sagen, dass sie mir tierisch auf den Keks geht. Ich habe dafür nicht einmal einen genauen Grund, aber ihre ganze Art geht mir mittlerweile mehr und mehr auf die Nerven. Bereits am Ende von Staffel 5 hatte ich einen gewissen Hass, weil sie Jax und seine Söhne einfach nicht in Ruhe lassen kann. Sie ist dermaßen Besitz ergreifend was ihre Enkel angeht, dass es schon an eine Psychose grenzt. Ich mag Nero – aber was er an der Frau findet ist mir schleierhaft!

» Ich hatte übrigens Mitleid mit Tara. Passiert selten, aber es ist passiert. Warum will sie allerdings nicht mit Jax sprechen und macht ihm das Leben zur Hölle? Ist mir unklar. Gut finde ich, dass sie sich im Knast zur Wehr setzt, obwohl ich glaube dass es ihren Stand dort nicht unbedingt besser machen wird. Sie war ja noch nie der Typ Mensch, der sich richtig durchsetzen konnte.

» Puh und noch sind wir nicht am Ende. Im Gegenteil. Wer sind in Staffel 6 genau unsere Gegner? Abzusehen war, dass wir mit dem Sheriff eine ernstzunehmende Person im Spiel haben. Obwohl ich von Anfang an wusste, dass irgendwas an dem Kerl faul ist (was auch einleuchtend war, wenn man sich die Waffensammlung auf seinem Bett angeguckt hat) hätte ich nie damit gerechnet ihn vollkommen zugedröhnt und vor allem nackt vor dem Spiegel rumhampeln zu sehen. Er ist gefährlich. Definitiv. Und auch mit dem Oberboss in Stockton ist nicht gut Kirschen essen. Hoffentlich töten sie ihn nicht so einfach, wie sie es bei Pope getan haben. Das würde die Ernsthaftigkeit der Bedrohung nehmen. Ich glaube, dass der Typ noch richtig gefährlich wird und dass die Sons keine Ahnung haben mit wem sie sich da eingelassen haben.

» Deswegen komme ich auch gleich mal auf Tig zu sprechen. Tiggy – ich dachte wirklich du würdest in dieser Episode keine Scheiße bauen.

Okay, ich konnte verstehen dass er ausgerastet ist als seine Tochter zur Sprache kam und ich habe ihm auch gegönnt diesem Ölauge den Gar aus zu machen aber glaubt er wirklich, dass die Leiche samt Käfig nicht gefunden wird? Und auf wen wird das ganze wieder zurückfallen? Richtig, Jax. Jax hatte die Anweisung die Ölaugen laufen zu lassen und nicht im ‚fremden Revier’ zu wildern. Tig steht durch den Tod von Opie sowieso hoch oben auf Jax’ Liste aber jetzt habe ich noch ein bisschen mehr Angst um ihn.

» Diese Review wird verdammt lang, aber das merkt ihr wahrscheinlich selbst, wenn ihr mit dem Lesen schon so weit gekommen seid. Eingehen möchte ich auch unbedingt auf Juice und Chibs. (Btw: Liebster Tommy Flanagan – ich konnte dich erneut die meiste Zeit kaum verstehen, aber ich hab dich trotzdem lieb!) Wieder einmal musste Theo Rossi leiden. Ich glaube ja wirklich dass er mittlerweile ein Profi darin geworden ist, weinerliche Gesichter zu machen und traurig aus der Wäsche zu gucken. Entgegen vieler Meinungen fand ich es ‚gut’, dass Chips ihm ein paar gedonnert hat. Warum? Da lag doch schon die ganze Zeit eine unausgesprochene Enttäuschung zwischen den beiden Brüdern. Das Vertrauen zu Juice war gebrochen, auch wenn er keine andere Wahl gehabt hat. Es war logisch und in gewissem Maße auch nachvollziehbar, dass jetzt ein Schlussstrich gezogen werden musste. Chibs hat seiner Wut freien Lauf gelassen aber dennoch liebt er Juice und das sah man vor allem in der Schlussszene.

» Wo wir gerade beim Thema Liebe sind. Ich habe michmal wieder tierisch darüber aufgeregt, dass Jax erneut fremdgeht. Sicherlich ist Tara im Knast und sicherlich hat er  momentan eines der schwersten Leben überhaupt aber… muss es schon wieder so eine Klischeeblondine sein? Was soll das? Und vor allem: Warum? Das sieht doch ein Blinder, dass die Frau irgendwas plant. Ich traue ihr nicht. Klar sind Männer in gewisser Hinsicht Triebgesteuert. Aber kann der Typ sein bestes Stück nicht einfach Mal hinter Schloss und Riegel lassen, wenn seine Frau mal eine gewisse Zeit nicht bei ihm ist und ihm die Nacht versüßt? Scheiße Jax, du bist mittlerweile verheiratet und hast zwei Kinder. Ich will Tara nicht in Schutz nehmen aber… kein Wunder, dass die Frau so verbittert ist, wenn du dich einfach immer irgendwo anders verlierst, mein Junge! 

» Was fehlt? Clay und Bobby. Letzteren hatte meiner Meinung nach keine große Rolle in dieser Episode und wirkte sogar etwas verloren. Es ist Fakt, dass er der einzige ist der noch an den Club an sich glaubt, aber er glaubt nicht mehr an die Jungs. Sie hätten ihn in der Auftaktepisode auch ganz weglassen können. Und was Clay angeht – es war mir sowas von klar, dass er mit dem Sheriff ins Bett steigt, sobald er sich selbst mal ein bisschen in Gefahr sieht. „Clay would do anything…“ Davon bin ich überzeugt. Und er wird es tun. Wenn es sein muss, wird er auch alle verraten.

Bilder: spoilertv.com

Zum Schluss möchte ich noch auf das Ende eingehen, dass mich im wahrsten Sinne des Wortes schockiert hat. Zwar konnte man ungefähr erahnen, dass etwas mit dem blonden Jungen passieren würde, doch dass Sutter gerade so etwas einbringt, hat mir die Sprache verschlagen. Ich finde es…erstaunlich, dass FX sowas durchgewunken hat. Ein Amoklauf in einer Schule ist ja in Amerika ein sehr heikles Thema. Ich kann mir vorstellen, dass es auch durchaus eine welle der Empörung ausgelöst hat. Und wie mein Freund schon nach der Episode sagte: „Und wieder fragt man sich, wie Sutter das alles am Ende lösen will!“ Ich bleibe bei meiner Theorie: Der Club wird fallen; oder Jax allein wird fallen aber ich glaube einfach nicht mehr an ein Happy End!

Wir sehen uns nächste Woche wieder – obwohl ich nicht weiß, ob man sich darauf freuen kann!

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Ein Kommentar

Verfasst von - September 12, 2013 in Serien

 

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Eine Antwort zu “Meinung geigen: Sons of Anarchy, Staffel 6, Episode 1

  1. Cerid

    September 12, 2013 at 7:43 pm

    Jetzt wo ich so drüber nachdenke, fand ich auch, dass die Herren der Filmindustrie sehr – naja, lachhaft waren. Wie immer sehr lustig, dass wir wiedereinmal in so vielen Dingen einer Meinung sind – und gruseln tut´s mich immer noch 😉 Schön geschrieben Süße – und so viel ausführlicher als ich *schäm* … 😉

     

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